Unterschied Migräne – Kopfschmerz
Habe ich nun Migräne oder Kopfschmerzen?
Migräneanfälle sind nicht gleich Kopfschmerzen. Es handelt sich auch nicht einfach nur um stärkere Kopfschmerzen. Das Krankheitsbild kann ganz klar unterschieden werden. Während es sich bei Kopfschmerzen tatsächlich um Schmerzen im Kopfbereich handelt, treten bei Migräne, neben den starken hämmernden Kopfschmerzen, die besonders eine Kopfhälfte betreffen, in den meisten Fällen noch zusätzliche Symptome wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit auf.
Auch sind Störungen in der Wahrnehmung oder Motorik bei Migränepatienten häufig zu beobachten. Kopfschmerzen sind demnach nur eins der Symptome von Migräne, die aus drei bis vier Phasen besteht.
Was genau sind "reine Kopfschmerzen"?
Eine der vier Phasen ist die Kopfschmerzphase. Kopfschmerzen entstehen normalerweise durch eine Reizung der Organe, die sich am Kopf befinden, d.h. Hirnhäute, Schädeldecke, Nerven oder Blutgefäße. Migräne hingegen, kann laut diverser Hypothesen entweder durch eine Erweiterung der Blutgefäße, eine erhöhte Erregbarkeit der Hirnrinde oder ein Entzündung der Hirnnerven hervorgerufen werden. Auch gibt es Hypothesen, die aussagen, dass eine chronische Migräne auch genetisch bedingt sein kann.
Das ist bei Kopfschmerzen keineswegs der Fall. Ebenfalls treten bei Kopfschmerzen keine derart starken Schmerzen im Bereich des Kopfes auf wie es bei Migräneanfällen normalerweise der Fall ist. An Kopfschmerzen leiden ungefähr 70% der Bevölkerung weltweit, an Migräne circa 80%. Migräne stellt eine Unterform des Kopfschmerzes dar.
Spannungskopfschmerz und Migräne
Eine weitere Unterform ist zum Beispiel der Spannungskopfschmerz. Migräne unterteilt man in Migräne mit und ohne Aura, wobei mit Aura Begleitsymptome wie vorübergehende Einschränkung des Gesichtsfeldes oder Sehstörungen bezeichnet werden. Therapiert werden kann Migräne durch diverse Medikamente. Nicht immer sind langfristige Therapien erfolgreich, so dass ein Patient oftmals jahrelang an immer wieder auftretenden Migräneanfällen leidet. Für diese Patienten wird dann auf eine akute Therapie, die die Symptome lindern soll, zurückgegriffen.
Langfristige Therapien der Migräne
Sinnvoller sind allerdings langfristige Therapien, die den Erkrankten komplett von der Migräne befreien. Im Gegensatz dazu werden bei Kopfschmerzen keine langfristigen Therapien angewendet – es sei denn die Ursache für den Kopfschmerz liegen in anderen Erkrankungen, wie beispielsweise Verspannungen im Rücken. In solchen Fällen kann es zum Beispiel auch Sinn machen, einen Physiotherapeuten zur Behebung der Ursache aufzusuchen.
Alternative Heilmethoden bei Migräne
Möchte man lieber alternative Heilmethoden für die Behandlung von Migräne verwenden, empfehlen auch immer mehr Allgemeinmediziner Akupunktur. Hiermit erzielte man bereits vor einigen Jahren auch bei herkömmlichen Kopfschmerzen gute Erfolge.
Allerdings wird Akupunktur bei der Behandlung von Kopfschmerzen nur selten angewendet. Die meisten Patienten greifen hier lieber schnell zur herkömmlichen Kopfschmerztablette, die jedoch nur rein symptomatische wirkt und keinesfalls die Ursache der Migräne behebt.
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