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Auch Kinder leiden unter Migräne

Immer häufiger klagen auch Kinder über Kopfschmerzen und Migräne. Besonders bei immer wiederkehrenden Kopfschmerzen ist ein Besuch beim Arzt eine notwendige Maßnahme. Migräne kann auch erblich bedingt sein, dies ist von besonderen Interesse für den behandelten Arzt, damit er den Beschwerden nachgehen und sie behandeln kann.

Wie erkennt man Migräne bei Kindern?

Der Arzt unterscheidet auch bei Kindern zwischen Spannungskopfschmerz und Migräne. Migräneschmerzen sind in der Regel deutlich stärker als der Spannungskopfschmerz und können zwischen 2 und 48 Stunden dauern. Ein typisches Anzeichen von Migräne bei Kindern ist, dass ihnen die ganze Stirn schmerzt und nicht nur die eine Kopfhälfte.

Einseitige Kopfschmerzen treten bei Kindern eher selten auf. Gerade bei Migräne spielen genetische Faktoren eine große Rolle, so Wissenschaftler. Die Kinder leiden an einer angeborenen Reizverarbeitungsstörung. Sie nehmen zu viele Reize auf und können sie so nicht richtig verarbeiten. Das empfindliche Nervensystem zieht die Notbremse und schützt sich mit einem Migräneanfall vor weiterer Überlastung. Nach dem Anfall ist das Nervensystem wieder vollkommen erholt. Besorgniserregend bei Kindern ist, dass der Aspekt Migräne nicht richtig diagnostiziert wird, denn die Symptome bei Kindern können sich zu denen eines Erwachsenen unterscheiden.

Ursachen der kindlichen Migräne

Um solche Migräneattacken vorzubeugen ist es wichtig, dass Eltern die Stressfaktoren ihre Kinder erkennen und reduzieren. Schulstress, Ärger mit Freunden und Streitigkeiten mit den Eltern können ebenso Migräneanfälle provozieren wie Kindergeburtstage, Ferienreisen oder die Weihnachtsbescherung. Da Stress aber nicht vollständig vom Kind ferngehalten werden kann, empfehlen sich Stressbewältigungs- und Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.

Lässt sich die Attacke nicht verhindern, so hilft bei leichten Anfällen das Einmassieren von Pfefferminzöl auf die Schläfen, den Scheitel und den Nacken, ein kaltes Tuch auf der Stirn und Ruhe in einem abgedunkelten Raum.

Reicht das nicht aus, so empfehlen Experten die Einnahme von Ibuprofen und Paracetamol. Acetylsalicylsäure sollte bei Kindern unter zwölf nicht verabreicht werden. Auf keinen Fall dürfen die vom Arzt verschrieben Dosierungen der Medikamente nicht überschritten werden. Der Beipackzettel ist aufmerksam durchzulesen und Warnhinweise müssen beachtet werden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Migräne bei Kindern

Die wichtigste Therapie bei Kindern ist allerdings die Prävention der Migräneattacken. So empfiehlt es sich für die Eltern, den Auslösern auf die Spur zu kommen. Dabei kann ein Migränetagebuch helfen.

Besonders hilfreich ist für Kinder mit Migräneanfällen ein geregelter Tagesablauf mit genügend Pausen, ausreichend Schlaf und geregelten und ausgewogenen Mahlzeiten. Auch Entspannungsübungen sollten mit dem Kind praktiziert werden. Nur in seltenen Fällen wird der Arzt eine medikamentöse Prophylaxe der Migräne verschreiben.

 

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