Getränke als Ursache für den Migräneanfall?
Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leidet an Migränekopfschmerzen. Dabei ist der Frauenanteil mit fünfzehn Prozent wesentlich höher als der Männeranteil mit „nur“ fünf Prozent.
Der Schwerpunkt dieser eigentlich lebenslangen Erkrankung liegt zwischen dem 25. und 45. Lebensjahr.
Die Symptome der Migräne können aber auch schon bei Kindern auftreten. So klagen etwa 80 Prozent aller Grundschüler über Kopfschmerzen, bei etwa zwölf Prozent davon sind migräneähnliche Krankheitszeichen nachgewiesen.
Bis in die Pubertät steigt dieser Prozentsatz drastisch an. In der Pubertät steigt dann die Prävalenz bei Frauen deutlich gegenüber den Männern an. Da besonders in den Industrieländern die Anzahl an Migräneerkrankungen bis auf das dreifache gestiegen ist, wird allgemein ein Zusammenhang zwischen Lebensführung und Umwelteinflüssen in Bezug auf die Migräneattacken gesehen.
Lebensmittel und Getränke als Auslöser
So sind viele Triggerfaktoren wie Stress und Schlafmangel auch eine Begleiterscheinung der sogenannten „Zivilisation“. Auch hört man immer wieder von vielen Patienten, dass sie bestimmte Lebensmittelgruppen und Genussmittel zu ihren Auslösern zählen. So werden vor allem Käse, Salami, Schokolade, Zitrusfrüchte, Rotwein, Bier und Kaffee häufig als Ursache für ihre Migräneanfälle genannt.
So gut wie immer wird dieser gesteigerte Appetit auf bestimmte Lebens- und Genussmittel vor einem Anfall von den Patienten als Auslöser ihrer Attacken fehl interpretiert. Experten sind jedoch davon überzeugt, dass der Genuss dieser Lebensmittel nicht der Auslöser, sondern schon ein Symptom des bevorstehenden Anfalls ist. So sind Patienten vor ihren Anfällen immer nervös, unruhig und kribbelig, und langen dann erst recht so richtig zu.
Koffein und Alkohol - lösen sie Migräne aus?
Anders als beim Essen sehen die Experten jedoch Alkohol und Kaffee, bzw. Koffein als ein Verursacher von Migräne an.
So kann sowohl Koffeinkonsum selbst, als auch der Entzug von Koffein zu starken Kopfschmerzen führen, wie bei einer Studie festgestellt wurde. Deshalb ist es auch besonders wichtig, den täglichen Konsum an Koffein zu protokollieren, wenn man unter Migräneanfällen leidet.
Bei Getränken, die Alkohol enthalten, wird weniger der Alkohol selbst als Ursache der Kopfschmerzen angeführt, als weitere natürliche Inhaltsstoffe, die in den Getränken vorhanden sind. Deshalb ist das Migräne Potential bei Rotwein und vor allem bei Mischgetränken viel höher, als bei hochprozentigem Alkohol ohne Begleitstoffe wie etwa dem Wodka. Auch hier ist das Protokollieren der getrunkenen Mengen zu empfehlen.
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