Triggerfaktor Antibabypille
Auslösender Faktor von Migräne - Antibabypille
Kopfschmerzen, der Presslufthammer im Kopf, der ständig gegen den Schädel klopft. Übelkeit und Erbrechen, so stark, dass man am liebsten auf dem Klo wohnen möchte. Jede kleinste Bewegung lässt den Schmerz im Kopf von neuem aufflammen, jedes zu grelle Licht den Kopf von neuem ein Stückchen weiter aufplatzen.
Migräne, ein Krankheit, unter der immer mehr Menschen auf der Welt leiden. In Deutschland sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung davon betroffen.
Und nicht nur Erwachsene, nein, auch immer mehr Kinder klagen über Kopfschmerzen.
So hatten 80 Prozent der Viertklässer schon unter Kopfschmerzen zu leiden, zwölf Prozent davon können als Migräneanfall verbucht werden. Besonders Frauen haben allerdings darunter zu leiden. So hat jede fünfte Frau in Deutschland regelmäßig Migräneattacken und mindestens jede vierte hatte schon mindestens einmal in ihrem Leben einen Migräneanfall. Bei Frauen wird daher oft der hormonelle Haushalt als Auslöser gesehen. Besonders der Abfall des Hormons Östrogen wird für den Beginn einer Migräne verantwortlich gemacht.
Migräne kann aber auch von verschiedenen Medikamenten wie der Antibabypille, Mittel gegen Bluthochdruck oder Nitritpräparaten ausgelöst werden. Gerade bei Frauen wird die Einnahme der Antibabypille oft als auslösender Faktor angesehen, da das Auftreten der Migräne häufig in einem Zusammenhang mit der hormonellen Situation steht. Wenn man allerdings die Fakten genauer betrachtet, so zeigt sich, dass in Studien keine eindeutige Verbindung hergestellt werden konnte. Immer wieder wird auch das Neuauftreten der Migräneattacken im Zusammenhang mit der erstmaligen Einnahme der Antibabypille diskutiert. Es ergibt sich nämlich zumindest ein statistischer Zusammenhang, da die Migräne häufig in der zweiten Lebensdekade erstmals auftritt, also genau zu dem Zeitpunkt, in dem man die Antibabypille zum ersten Mal einnimmt. Es ist derzeit allerdings noch unklar, ob es sich dabei um einen ursächlichen Zusammenhang handelt.
In neueren Studien hat man herausgefunden, dass das Risiko von Schlaganfällen bei Migränepatienten zwei bis drei Mal höher ist als bei Menschen, die keine Migräneanfälle haben. Da durch Einnahme der Antibabypille dieses Risiko zusätzlich erhöht wird, besonders im Zusammenhang mit dem Rauchen, sollte man sich bei einem plötzlichen Auftreten von neurologischen Störungen wie Schwindel, Lähmungen, Sprachstörungen, usw. umgehend zu einer neurologischen Untersuchung begeben. Das gilt auch für unerwartete Kopfschmerzen, die täglich in Erscheinung treten können.
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